Hitler zog mit seinem Gefolge am 24. Juni in die Wolfsschanze ein und hier verbrachte er mehr als 800 Tage.

Im Jahr 1944 lebten hier mehr als 2000 Menschen ...

Die Entscheidung über den Bau der Wolfsschanze wurde im Herbst 1940 getroffen. Gründe für diesen Bestimmungsort gab es einige, z.B. die Nähe der sovietischen Grenze, dies hatte einen wichtige psychologische Bedeutung (Plan Barbarossa, sah ein Angriff auf die UdSSR vor). Außerdem war Ostpreußen eins der am besten militärischverstarkten Gebiete im III. Reich. Hier befanden sich mehrere Festungen (Lötzen, Thorn, Memel, Pillau) und sogenannte verstärkte Gebiete mit Panzerschutzengräben, Barrikaden und Stacheldrähten ...

Für den Personenschutz Hitlers war der Reichssicherheitsdienst - RSD zuständig, deren Leiter SS-Brigadeführer Rattenhuber war. Der RSD war in 2 Gruppen eingeteilt, zu jeder gehörten 10 Kriminalfunktionäre und mehrere persöhnliche Leibwächter Hitlers. Die RSDfunktionäre hatten den Befehl nur bei Notwendigkeit mit Hitler zu reden und durften nicht sein Quartier betreten, außer in Ausnahmesituationen wie die Uberprüfung der Arbeiter im Gebäude. Wenn Hitler sich außerhalb seines Quartiers aufhielt, musste sich der RSD Funktionär in einer Reichweite des Führers aufhalten, die es ermöglichte andere Personen aufzuhalten, ohne ihn dabei zu stören ...

Im Oktober 1944 gelangten die Einheiten der Roten Armee bis zur östlichen Grenze von Ostpreussen. Deshalb wurde am 20. November das Hauptquartier nach Zossen, in die Nähe von Berlin verlegt. Zwei Tage später wurde der Befehl über die Zerstörung der Wolfsschanze erteilt und in der Nacht vom 24. auf den 25. Jänner ausgeführt ...

Der immer länger andauernde Krieg gegen die Sowjetunion, die Misserfolge an der Ostfront, Probleme mit der Lebensmittelversorgung und auch die Bombardierungen der deutschen Städte seit dem Sommer 1942 führten zu pessimistischen Stimmungen in der deutschen Zivilbevölkerung. Nach der Niederlage bei Stalingrad schlugen sie in Resignation und schließlich in eine Form eines mehr oder weniger aktiven Wiederstandes um, den immer größere Kreisen der Bevölkerung unterstützten ...

Am frühen Donnerstagmorgen des 20. Juli 1944 flog Oberst Graf von Stauffenberg zusammen mit seinem Adjutanten Oberleutnant von Haeften von Rangsdorf bei Berlin mit einer He 111 in die Wolfsschanze, wo das Flugzeug um 10:15 landete. Haeften führte in einer Aktentasche zwei von Oberst Wessel Freiherr von Freytag-Loringhoven beschaffte englische Ein-Kilogramm-Sprengstoffladungen mit lautlosen chemischen Zündern mit sich. Um 12:15 wollte Stauffenberg noch vor der Besprechung sich schnell erfrischen und umziehen und ihm wurde von John von Freyend ein Zimmer zur Verfügung gestellt ...

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