Der immer länger andauernde Krieg gegen die Sowjetunion, die Misserfolge an der Ostfront, Probleme mit der Lebensmittelversorgung und auch die Bombardierungen der deutschen Städte seit dem Sommer 1942 führten zu pessimistischen Stimmungen in der deutschen Zivilbevölkerung. Nach der Niederlage bei Stalingrad schlugen sie in Resignation und schließlich in eine Form eines mehr oder weniger aktiven Wiederstandes um, den immer größere Kreisen der Bevölkerung unterstützten.

SDie besten Chancen im Kampf gegen das Regime, hatten die höheren Offiziere der Wehrmacht, die zu einem passendem Zeitpunkt mit Hilfe der Armee den Umsturz Hitlers bewirken konnten. Die militärische Widerstandsgruppe wurde besonders aktiv nach der Kontaktaufnahme mit dem ehemaligen Bürgermeister von Leipzig Carl Friedrich Gördeler und dem General Ludwick Beck, dem führenden Widerstandsaktivisten sowohl in militärischen als auch zivilen Kreisen der Bevölkerung. Der Streit um den Ort, den Zeitpunkt und die Durchführung des Anschlages wurde durch die tragische Situation an der Front unterbrochen.

Am 4. Juni 1944 wurde Rom von den Allierten befreit und 2 Tage später landeten amerikanische und britische Truppen in der Normandie. Anfang Juli wurden große Gebiete der SU befreit und die Rote Armee erreichte Polen. Auf der politischen Ebene kam eine neue Person zum Vorschein: Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Er nahm das Risiko des Attentats und der Führung des Umsturzes auf sich. Der Sturz Hitlers und die Befreiung des Landes waren Teil des Plans Walküre, der eigentlich für die Unterdrückung eines möglichen Aufstandes unter den Zwangsarbeitern und Gefangenen in Deutschland gedacht war. Der von Hitler genehmigte Plan hatte eine legale Grundlage für einen militärischen Angriff. Mit der Hilfe der Landstreitkräfte unter der Führung von Stauffenberg, war die Übernahme des Regierungsviertels, des Propagandaministeriums, aller wichtigen Dienststellen, Presse- und Rundfunkeinrichtungen und die Festnahme von Parteifunktionären.