Die Entscheidung über den Bau der Wolfsschanze wurde im Herbst 1940 getroffen. Gründe für den Bestimmungsort gab es einige, u.a. die Nähe der sowjetischen Grenze. Dies hatte eine wichtige psychologische Bedeutung (Plan Barbarossa sah ein Angriff auf die UdSSR vor). Außerdem war Ostpreußen eines der am besten befestigten Gebiete im III. Reich. Hier befanden sich mehrere Festungen (Lötzen, Thorn, Memel, Pillau) und sogenannte verstärkte Gebiete mit Panzerschutzengräben, Barrikaden und Stacheldrähten. Das für das Quartier ausgesuchte Gebiet lag weit von Hauptverkehrswegen, in einem Mischwald, der das ganze Jahr über für natürlichen Schutz sorgte.

Die im Osten liegenden großen Masurischen Seen sorgten noch zusätzlich für einen Schutz vor Landeinheiten. Die in vielen Reiseführern angegebene Zahl der Beschäftigten von 3000 bis 5000 scheint sehr untertrieben zu sein. Prof. F. Seidler berichtet in seiner Monographie über F. Todt, dass den Programmannahmen nach beim Bau des Hauptquartiers bei Rastenburg die vorgesehene Anzahl der Arbeiter bei 50000 lag (20, S. 352). Peter Hoffmann schreibt in einem Brief an den Author des vorliegenden Reiseführers, dass es am 20. Juli 1944 (der Tag des Attentats auf Hitler) nur 5000 Arbeiter im Quartier gab. Trotz der vielen Gerüchte, dass im Lager Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter arbeiteten, hat er keine Dokumente gefunden, die dies bestätigten.